Ostercup in Flensburg 2026

Wie jedes Jahr zu Ostern stand für uns wieder die traditionelle Turnierfahrt nach Flensburg auf dem Programm. Diesmal ging es zum 52. Internationalen Jugendturnier, und im Vergleich zum letzten Jahr hatten wir eine besondere Neuerung: Wir waren wieder mit einer Mädchenmannschaft dabei!

Pünktlich um 6:45 Uhr trafen wir uns an der Kneesestraße. Mit dabei waren die Jungsmannschaft, bestehend aus Malte, Eddi und Elias A., sowie das Mädchenteam mit Lentzi, Lea, Luci und Ronja. Ursprünglich hatten wir zwei Mädchenteams gemeldet, aber aufgrund einer Handverletzung von Ronja beim Punktspiel kurz vor dem Turnier entschieden wir uns, ein Dreierteam zu bilden, während Ronja als moralische Unterstützung mitreiste.

Nach dem Verladen der Taschen in die beiden Autos – ein großes Dankeschön an unsere Fahrer CD und Ibi – ging es direkt los Richtung Flensburg. In der Fördehalle angekommen, sicherten wir uns schnell die letzte freie Tribünenecke, verteilten die Bälle und starteten das Einspielen. Zugegeben, das war für einige noch im Halbschlaf eine Herausforderung.

Der Freitag stand traditionell im Zeichen der Gruppenphase des Teamwettbewerbs. Die Mädchen, betreut von Ibi, bekamen es gleich zu Beginn mit den späteren Turniersiegerinnen zu tun. Trotz einer klaren Niederlage ließen sie sich nicht entmutigen. In den folgenden Spielen trafen sie auf Gegnerinnen auf Augenhöhe und konnten nicht nur Sätze, sondern auch ein Spiel für sich entscheiden. Am Ende belegten sie einen respektablen vierten Platz in ihrer Gruppe.

Die Jungs, die im Modus „Dreiermannschaften – jeder gegen jeden bis zum fünften Gewinnpunkt“ spielten, starteten nach einer Freirunde um 11 Uhr. Ihr erster Gegner war Odense aus Dänemark, ein starkes Team. Während Malte und Eddi noch etwas verschlafen wirkten, zeigte Elias eine beeindruckende Leistung und besiegte den Einser der Dänen mit 3:1. Mit wachsendem Selbstvertrauen konnten auch Malte und Eddi Sätze und Spiele gewinnen. Am Ende reichte es jedoch ebenfalls nur für den vierten Platz in ihrer Gruppe.

Nach einer ausgedehnten Duschsession der Jungs – eine Stunde ist hier keine Übertreibung – ging es zum Abendessen und anschließend in die Jugendherberge. Dort reflektierten wir den Tag und ließen ihn mit einer Runde „Tabu“ ausklingen. Dabei wurden sowohl beeindruckende Wortschatzstärken als auch kreative Schwächen aufgedeckt – ein gelungener Abschluss des ersten Tages.

Der Samstag begann früh: Um 6:30 Uhr klingelten die Wecker, und nach einem abwechslungsreichen Frühstücksbuffet – wobei nicht jeder wirklich zugeschlagen hat – machten wir uns auf den Weg in die Halle. Der Einzelwettbewerb stand an.

In der Gruppenphase spielten sowohl die Jungs als auch die Mädchen in Fünfer- oder Sechsergruppen „jeder gegen jeden“. Die besten zwei Spieler:innen jeder Gruppe qualifizierten sich für die Hauptrunde, die anderen für die Trostrunde. Alle unsere Spieler:innen konnten mindestens einen Sieg in der Gruppenphase verbuchen. Dennoch ging es für alle in die Trostrunde – und hier zeigte sich, wer plötzlich richtig motiviert war.

Lentzi schied in der ersten Runde aus, während Lea später einer starken Gegnerin unterlag. Luci kämpfte sich bis ins Viertelfinale, musste sich dort aber knapp mit 1:3 gegen Nuria aus Irland geschlagen geben. Bei den Jungs kam es im Viertelfinale zu einem internen Duell: Malte gegen Elias. Malte setzte sich durch und zog ins Halbfinale ein. Dort hätte es fast zum Duell gegen Eddi kommen können, doch der Spieler vom TTC Ramsharde – ein harter Brocken – war zu stark und besiegte sowohl Eddi als auch Malte. Dennoch sicherte sich Malte mit einem dritten Platz in der Trostrunde der Jungen 19 einen Platz auf dem Podium – Glückwunsch!

Nach einer weiteren ausgedehnten Duschpause – die Jungs übertrafen sich selbst – fuhren wir nicht direkt zum Abendessen, sondern machten einen Abstecher ans Meer. Dort erwartete uns nicht nur eine atemberaubende Aussicht und Sonnenschein, sondern auch eines der spektakulärsten Fußballspiele, die wir je erlebt haben.

Im Sand bauten wir Stühle als Torpfosten auf und spielten 5 gegen 5: Betreuer plus Lea und Lentzi gegen die Jungs plus Luci und Ronja. Es wurde hart gekämpft – niemand scheute sich vor Zweikämpfen. Luci schirmte Ibi ab, als wäre sie ein Profi, und Eddi versuchte sich gleich zweimal an einem Fallrückzieher à la Cristiano Ronaldo. Elias verwandelte sich in Manuel Neuer und hielt mit Glanzparaden alles, was auf sein Tor kam. Am Ende siegten die Kids mit 10:8, auch dank eines unglücklichen Eigentors von Dohrn.

Nach einer kurzen Eiersuche am Strand – fast alle wurden fündig – und einem Stopp bei einer Pizzeria ging es zurück in die Jugendherberge. Dort ließen wir den Abend mit einer Dartsession ausklingen, bevor wir erschöpft ins Bett fielen.

 

Am Ostersonntag standen die Platzierungsspiele im Teamwettbewerb an. Sowohl die Jungs als auch die Mädchen hatten jeweils zwei Spiele vor sich. Trotz aller Anstrengungen reichte es für beide Teams für den 14. Platz.

Nach einer letzten Dusche – diesmal etwas zügiger – machten wir uns auf den Heimweg. Dank CDs präziser Zeitplanung kamen wir auf die Minute genau in Hamburg an.

 

Das Turnier in Flensburg hat uns erneut gezeigt, wo unsere Stärken liegen und wo wir noch an uns arbeiten müssen. Doch statt als Rückschlag sehen wir diese Erkenntnisse als Motivation, weiter an uns zu feilen.

Es waren anstrengende, aber wunderschöne Tage voller Teamgeist, Spaß und unvergesslicher Erlebnisse. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr, wenn wir hoffentlich mit einer noch größeren Gruppe anreisen können. Bis dahin heißt es: fleißig trainieren!

Ein herzliches Dankeschön an die Freie und Hansestadt Hamburg sowie die Hamburger Sportjugend für die Unterstützung dieser Turnierfahrt.

 

Wir sehen uns 2027 in Flensburg!

 

Ein Bericht von David Woschke